Hausbau planen: Baunebenkosten im Blick


Auch für ein Blockhaus als Wohnhaus muss ein Bauantrag beantragt werden - Bebauungsplan - Baugenehmigung - Holzhaus  - Blockwandzeichnungen - Bläue (Bläuepilze) - Bodengutachten - Bodenplatte - Baugrundstück - Baunebenkosten - Holzhaus in Blockbauweise
Blockhaus als Wohnhaus

*  Baunebenkosten

*  Baufinanzierung

 



Baunebenkosten von Anfang an im Griff behalten

Baunebenkosten sind teils „versteckte, teils schwer absetzbare Kosten beim Hausbau.“ 

Baunebenkosten sind die Kosten, die beim Hausbau neben dem Kaufpreis des Grundstücks und den eigentlichen Baukosten fürs Gebäude anfallen.

Ein Haus zu bauen braucht unabhängig von der Bauweise einiges an Planung und sollte nicht blauäugig begonnen werden. Durch individuelle Planungen, regionale Unterschiede und Grundstücksgegebenheiten kann es zu erheblich abweichenden Kosten kommen. 

 

Nebenkosten beim Grundstückskauf

  1. Makler: Maklerprovision für die Grundstückssuche 3,5–7 % vom Kaufpreis 
  2. Grundbuchamt und Notar: Grundbucheintrag + Notarkosten ca. 1,5–2 % vom Kaufpreis
  3. Finanzamt: Kosten für die Grunderwerbssteuer 3,5–6,5 % vom Kaufpreis des Grundstücks, je nach Bundesland.

Mögliche Baunebenkosten für die Bauvorbereitung im Überblick  (Stand 2021)

  1. Planungskosten für Architekt (HOAI)
  2. Zuständige Bauaufsichtsbehörde: Baugenehmigung 0,2–0,7 % der Bausumme, je nach Bundesland 
  3. Rechtsanwalt: Bauvertragsprüfung ab 250 € aufwärts
  4. Freiberufliche Prüfstatiker oder Bauamt: Prüfstatiker 1.500–2.500 € 
  5. Grundstückfreimachung
  6. Katasteramt, Vermessungsingenieur: Kosten für die Vermessung ca. 2.500 €
  7. Sachverständiger für Geotechnik: Bodengutachten oder Baugrundgutachten 1.000–3.000 €. Die Kosten des Bodengutachtens sind abhängig von der Anzahl der Probebohrungen. 
  8. Abriss von Altbauten: 60–200 € pro m² beauftragtes Unternehmen
  9. Die Beräumung des Grundstücks vor Beginn der Bauarbeiten
  10. Baumfällung 20–60 € pro m Baumhöhe und Fällgenehmigung: ca. 60 €
  11. Baumreste und Wurzel (Wegfräsen der Stubben) entsorgen, Ersatzpflanzungen 
  12. Baustraße ab 12 € pro m². Die Kosten sind stark abhängig vom Baugrund und dem beauftragten Unternehmen.
  13. Bauwasser und Baustrom: 450–1.000 € (beauftragtes Unternehmen)
  14. Aushub für Keller- oder Bodenplatte 3,50–100 € pro m³, je nach Bodenklasse Beauftragtes Unternehmen
  15. Kosten für zusätzliche Erdarbeiten, wenn mehr Boden getauscht oder Granitschicht gesprengt werden muss.
  16. Abfuhr von angefallenem Erdreich: 9–17 € pro m³ beauftragtes Unternehmen
  17. Baukran fürs Entladen und Montage. Die Kosten sind sehr stark abhängig von der Größe und Bauweise des Hauses.
  18. Erschließungskosten und Hausanschlüsse (Gas- sowie Frisch- und Abwasseranschluss, gegebenenfalls Mehrkosten für Abwasserpumpwerk oder Grube, Strom, Telefon/Internet, Kabelfernsehen): 10.000–20.000 €. 
  19. In Neubaugebieten können weitere erhebliche Kosten für den Bau von Straße, Bürgersteig mit Straßenbeleuchtung und Kinderspielplätzen anfallen.

Baunebenkosten während der Bauarbeiten (Stand 2021)

  1. Versicherungsgesellschaft: Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungsversicherung, Bauhelfer- und Feuer-Rohbauversicherung 500–1.100 €
  2. Architekt: Honorarverordnung (HOAI) für Architekten und Kosten für Projektleitung 10–15 % der Baukosten
  3. Kredit gebende Bank des Bauherrn: Bauzeitzinsen 1.000–2.000 € 
  4. Baubegleitung und Baugutachten: ca. 2.500 €
  5. Innenausbau: Küche, Teppiche, Bodenbeläge, Malerarbeiten, Kamin können mehrere zehntausend Euro, je nach Material und Ausstattung, verschlingen. 

Baunebenkosten nach der Fertigstellung des Hauses (Stand 2021)

  1. Außenanlagen: Terrasse, Wege, Carport/Garage, Grünanlagen 10.000–30.000 € je nach Grundstücksgröße, Eigenleistung und Ausstattung verschlingen.

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