Raumklima im Sommer: Wie dem Wärmestau in Gebäuden entgegenwirken und das Raumklima bei großer Hitze verbessern?

Thermometer - Bild Pixabay
Der heißeste Tag des Jahres - Bild Pixabay

Zu Hause zu sein bedeutet oft einen Großteil der Zeit in geschlossenen Räumen zu verbringen. Bei langanhaltender Hitze kann das Raumklima in Gebäuden aber unerträglich werden. Gerade im Sommer ist es daher wichtig, für das allgemeine Wohlbefinden und eine optimale Leistungsfähigkeit ein stimmiges Raumklima zu schaffen. Darüber hinaus steigt bei extremer Hitze die Gefahr von Hitzeschäden am Gebäude. So können sich beispielsweise Kunststoffbauteile verformen oder Flachdächer undicht werden. Um dem entgegen zu wirken gibt es zahlreiche Maßnahmen, die sowohl die Temperaturen im Inneren verbessern, als auch das Gebäude schützen können. 

Die Hitze aussperren

Für unseren Körper empfiehlt das Umweltbundesamt eine Raumtemperatur von ca. 20 Grad Celsius. Wohnräume und Büros dürfen auch ein bis zwei Grad darüber liegen. Da die Körpertemperatur im Schlaf etwas absinkt, ist es ratsam die Temperatur im Schlafzimmer hingegen etwas niedriger zu halten. 

Um die Temperatur im Inneren des Gebäudes im Sommer möglichst angenehm zu gestalten, ist das richtige Lüften im Sommer unerlässlich. Es empfiehlt sich daher am frühen Morgen oder in der Nacht die Fenster zu öffnen, um kühle Luft in das Haus zu lassen. Tagsüber ist es wichtig die Fenster verschlossen zu halten und sie je nach Möglichkeit abzudunkeln.  

Die Beschattung der Fenster von außen ist dabei am effektivsten. Rollläden oder Fensterläden bieten einen guten Schutz gegen starke Sonneneinstrahlung in den Mittagsstunden. In besonders warmen Räumen kann auch die Installation von speziellen Fensterfolien ratsam sein. Diese reduzieren die Sonneneinstrahlung um bis zu 83% und halten die Temperatur im Inneren somit deutlich kühler.

 

Die passende Luftfeuchtigkeit

Papyrus Grünpflanze -  Bild Pixabay
Papyrus Grünpflanze - Bild Pixabay

Auch die passende Luftfeuchtigkeit trägt im Rauminneren zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit, die zwischen 45-60% liegt. Ein Hygrometer kann die Feuchtigkeit im Raum messen und exakt anzeigen. Wird ein zu geringer Wert festgestellt, können Pflanzen Abhilfe schaffen und das Raumklima somit verbessern. Papyrus-Pflanzen beispielsweise befeuchten die Raumluft, während die Grünlilie auch schadstofffilternde Eigenschaften besitzt. Auch Zimmerbrunnen geben Feuchtigkeit an die Umgebung ab.

Darüber hinaus kann auch das Trocknen der Wäsche in den Wohn- und Schlafräumen oder das Aufhängen nasser Handtücher die Luftfeuchtigkeit verbessern. Das Trocknen und Verdunsten hat dabei auch einen kühlenden Effekt auf die Raumtemperatur. 

 

Für den Härtefall: Klimaanlage und Ventilatoren

Bei extremer Hitze können oftmals nur noch Klimageräte für eine angemessene Abkühlung sorgen. Dabei muss allerdings die der Raumluft entzogene Wärme und das entstehende Kondensat nach außen abgeführt werden. Das bedeutet einen gewissen Aufwand bei der Anschaffung. Dazu lassen sich die dabei und beim Prozess der Kälteerzeugung erzeugten Geräusche nicht vollständig verhindern. Der fachgerechte Einbau einer Klimaanlage vom Spezialisten ist dabei zu empfehlen, um einen maximalen Erfolg zu erzielen.

Ventilator verbessert die Qualität der Belüftung  Bild Pixabay
Ventilator verbessert die Qualität der Belüftung Bild Pixabay

Ventilatoren verbessern vor allem die Qualität der Belüftung, da sie die Luft in Bewegung versetzen und somit das Raumklima durch die Luftumwälzung positiv beeinflussen. Sie eignen sich für den kurzfristigen Einsatz bei bestimmten Bedingungen wie beispielsweise starker Sonneneinstrahlung, sind aber keine Dauerlösung zum Erzielen oder zur Erhaltung eines günstigen Raumklimas.

 

Einem Wärmestau effektiv entgegenwirken

Ein Wärmestau in Gebäuden entsteht vor allem durch Perioden von langanhaltender Hitze. Wenn sich die Substanz der Gebäude wie Mauerwerk oder Dachkonstruktion soweit erhitzt haben, dass eine Abkühlung selbst in der Nacht nicht mehr gelingt, ist es wichtig, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um Schäden am Gebäude zu verhindern.

Auch das Entsiegeln von Bodenflächen kann hilfreich sein. Dazu schützen auch Photovoltaikanlagen auf Dächern gut vor der Sonneneinstrahlung. Dies gilt übrigens auch in Büro, weshalb auch hier einige Tipps gegen die Hitze im Büro besonders in diesem Sommer sehr nützlich sind.

 

Konstruktiver Sonnenschutz

In der Planung von Neubauten mit großen Glasflächen bietet es sich an, einen konstruktiven, wirkungsvollen Sonnen- bzw. Wärmeschutz zu berücksichtigen.  Als äußere Beschattung der großen Fensterflächen eignen sich gut Rollläden, Schiebe- oder Klappläden und Vordächer. 

Bei einem Hausneubau sollte jedoch auf große Fensterflächen verzichtet werden, um eine unnötige Überhitzung im Sommer zu vermeiden. Die Verwendung von Baustoffen mit ausreichender Speichermasse tragen zusätzlich zu einer thermischen Stabilisierung bei. Eine richtige und angemessene Dachdämmung begrenzt den Wärmedurchgang und verringert effektiv das Aufheizen der Innenräume.  

Der Vorteil von echten Blockhäusern ist der nachwachsende Baustoff Holz, das von Natur aus im Winter die Wärme im Haus behält, und im Sommer draußen lässt. 

 

Nachträglicher Sonnenschuz

Markisen, Rolladen, Jalousien, Plissees und Lamellenvorhänge haben den Vorteil, dass sie als Sicht- und Sonnenschutz nachträglich angebracht werden können.

Die Hitze bleibt draußen und gleichzeitig haben die dahinter liegenden Räume  genügend Licht und können belüftet werden.

Hausbesitzer mit einem eigenen Garten sollten Laubbäume als natürliche Schattenspender bepflanzen. 


Verantwortlich für diesen Artikel sind die Autoren Stefan Dorfmann / Eierund GmbH



 

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