Eine luftdichte Gebäudehülle von Blockhäusern

Kleines Holzhaus - Wohnblockhaus - Massivholzhaus - Zertifikat - Blower Door Messung - Luftdichtheitsprüfung - Blockhausbau - Holzbau - Singlehaus - Ökologisch bauen - Gesundes Wohnen - Zimmerei - Bau - Neubau - Klimaanlage - Lüftungsanlage  - GEG - KfW
Blower Door Messung - Luftdichtheitsprüfung

Nach den deutschen und finnischen Vorschriften für neue Wohnhäuser muss ein Energieausweis in der Baugenehmigungsphase eingereicht werden. Die Forderung für eine gute Luftdichtheit hat einen sehr hohen Stellenwert und erfüllt die Anforderungen der EU-Richtlinien.

 

Der gute Wert der Luftdichtigkeit kombiniert mit gut isoliertem Dach und Bodenplatte/Sockel ist ein aussagekräftiges Argument für den Kauf des umweltfreundlichen Holzhauses in massiver Blockbauweise. 

 

Argumente für eine dichte Außenhülle im Hausbau

  • Eine Senkung des Energieverbrauchs durch eine geringere Heizleistung
  • Vermeidung von Schäden in den Konstruktionen der Gebäudehülle durch Feuchtigkeit
  • Sicherstellung der Dämmwirkung von Bauteilen der Gebäudehülle
  • Vermeidung von kalten Luftzonen in der Fußbodennähe
  • Sicherstellung einer bedarfsorientierten Lüftung
  • Ausgewogenes Raumklima, Erhöhung des Wohnkomforts
  • Höherer Wiederverkaufswert.  

Luftdichtheit - Luftwechselrate - "Atmen"

Die Luftdichtheit ist die erwünschte Eigenschaft eines Hauses bezüglich der Luftdurchlässigkeit des Gebäudemantels: möglichst geringe Luftströmung durch die Gebäudehülle - Wände, Dach und Fundament. "Atmen" ist ein unerwünschter Luftzug durch Bauteile der Wände, das Fußboden oder Dach.

 

Die Luftdichtheit eines Gebäudes wird meistens mit der Luftwechselrate angegeben. Die Luftwechselrate n50 in 1/h zeigt an, wie oft das Luftvolumen des Hauses je Stunde ausgetauscht wird.

 

Die Grenzwerte de Luftdurchlässigkeit gemäß des Gebäudeenergiegesetzes GEG und der KfW betragen: 

  • --> n50 <  3,0 1/h für Altbauten und Gebäude mit Fensterlüftung und
  • --> n50 <  1,5 1/h für Gebäude mit Lüftungsanlagen. 

Eine gute Luftdichtheit eines Blockhauses bedeutet, dass ein "Atmen" des Gebäudes in Sinne eines Luftaustausches der Innenräume durch Ritzen und Leckagen in der Gebäudehülle nicht stattfindet --> Erhöhung des Wohnkomforts und geringe Energiekosten. 

 

Messergebnisse des Blockhauses in massiver Bauweise

Kleines Holzhaus - Wohnblockhaus - Massivholzhaus - Zertifikat - Blower Door Messung - Luftdichtheitsprüfung - Blockhausbau - Holzbau - Singlehaus - Ökologisch bauen - Gesundes Wohnen - Zimmerei - Bau - Neubau - Klimaanlage - Lüftungsanlage  - GEG - KfW
Zertifikat - Holzhaus in Blockbauweise - Wohnblockhaus - Blower Door Messung - Luftdichtheitsprüfung

Der erforderliche Grenzwert der Luftwechselrate nach GEG (01.11.2020) ist n50=3,0/h bei einer Druckdifferenz von 50 Pa*1/h. Je kleiner die Wert n50 ist, desto dichter das Haus. 

 

Das von uns getestete Wohnblockhaus hat einen einschaligen Wandaufbau mit 275 mm starken dauerhaft formstabilen Lamellenbalken.

 

Die Luftdichtigkeit des Wohnhauses wurde durch die Luftwechselrate n50 bewertet. Die gemessene Luftwechselrate des Blockhauses (275x220 Lamellenbalken) erzielte mühelos einen außerordentlich guten Wert n50=1,1/h bei einer Druckdifferenz von 50 Pa*1/h.

 

Erläuterungen der Testergebnisse vom Blower Door Test

Unser Testwert n50=1,1 1/h erfüllt glänzend die heutigen Anforderungen an Luftdichtigkeit, sofern die Holzbausätze von den Handwerkern nach dem heutigen Stand der Technik montiert werden.

  • Der gemessenen Dichtheitswert bedeutet, dass durch die Konstruktion bei 50 Pa Unterdruck eine dem 1,1fachen Innenvolumen entsprechende Luftmenge je Stunde einströmt.
  • Entscheidend für die Qualität der Blockhäuser ist die bauliche Ausführung der Montage und Ausbaugewerke.
  • Aus messtechnischen Gründen werden die Luftdichtheitswerte unter normalen Druckbedingungen und bei sehr starkem Unterdruck (50 Pa) miteinander verglichen.
  • 50 Pa Druckdifferenz ist etwa mit einem Winddruck der Windgeschwindigkeit von 9 m/s oder Windstärke 5 vergleichbar.
  • Bei normalen Wohnbedingungen mit maschineller Lüftung ist der erreichbare Unterdruck 0-10 Pa je nach Höhenlage.
  • Der n50-Wert zeigt den Stand der Luftdichtheit der Gebäudehülle bei Unterdruck. Dies darf nicht mit der Menge des Luftflusses bei normalem Wohnen verwechselt werden.
  • Je kleiner der n50-Wert ist, desto weniger entstehen unkontrollierte/schädliche Lufteinflüsse bei normalen Wohnverhältnissen.
  • Der volumenbezogene n50-Wert ermöglicht auch den internationalen Vergleich der Luftdichtheit von Gebäudehüllen.

Die Bedeutung der Qualität der handwerklichen Ausführung und der Dichtungssysteme

Unser Testwert n50=1,1 1/h bei einer Druckdifferenz 50 Pa 1/h spricht für hohe Qualität. Die Voraussetzung für einen guten Wert der Luftdichtigkeit ist immer die sorgfältige Montage der Wandkonstruktionen mit jeweiligen Abdichtungssystemen und des Dachs. 

Wenn der Messwert n50 > 3,0 1/h liegt, ist dies im Wesentlichen auf nicht korrektes Verkleben von Türen, Fenstern oder unsauberen Anschlüssen von Gauben, Erker, Dach, Fundament oder Schornstein zurückzuführen. Sie zeigt auch Mängel und Fehler an Leitungswegen von Kabelkanälen, Warm‑, Kaltwasser- und Heizungsleitungen auf. Mit Hilfe der Thermografie oder des künstlichen Rauchs lassen sich diese im Anschluss genau lokalisieren.

 

Unkontrollierte schädliche Luftströmungen im Haus

erhöhen direkt und indirekt Energieverbrauch und vermindert das Wohlfühlen. Der Energieverbrauch steigt indirekt, weil wegen des möglichen Luftzugs die Raumtemperatur erhöht wird.

Neben dem Anstieg des Energiebedarfs kann die unkontrollierte Luftströmung auch zu nicht kalkulierbaren Folgeschäden führen.

 

Einwirkung der Feuchtigkeit auf die Qualität des Raumklimas

Nach den verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen gibt es einen optimalen Bereich, in dem das Zusammenwirken der schädlichen Faktoren für das Raumklima am geringsten ist. Die optimale Luftfeuchtigkeit des Raumklimas liegt zwischen 30 und 55 %. Wenn die Luftfeuchtigkeit über 55 % steigt, vermehren sich Bakterien, Viren, Pilze, Staubmilben, Allergien und Emissionen der Baumaterialien stark.

Die einschaligen dicken Blockbalkenwände unterstützen die Regulierung der Luftfeuchtigkeit des Raumklimas im optimalen Bereich zu fixieren.

Die Wände der echten Blockhäuser haben eine natürliche Fähigkeit beim Anstieg des Feuchtigkeitsniveaus im Raunklima Feuchte zu absorbieren. Wenn das Feuchtigkeitsniveau sinkt, geben die Blockbalken die Feuchte zurück ins Raumklima. So bleibt das Wohnklima stetig ausgeglichen und Wohnqualität hoch.

 

Methoden zum Aufspüren von Leckagen

 Beim Bedarf können kleinere Leckagen an der Gebäudehülle sofort beseitigt werden, um die Luftdichtheit zu verbessern.

 

Ablauf der thermografischen Untersuchung

Wenn Blower Door Test - Luftdichtheitsprüfung - Differenzdruck-Messverfahren Defizite vorweist und man nicht die undichten Stellen findet, muss man unter Umständen zusätzlich auf die thermografische Untersuchung zurückgreifen. 

Mit Hilfe der Thermografikkamera wird farblich mittels Infrarotlicht, genau dargestellt, wo sich die Stellen in der Gebäudehülle befinden, an denen kältere Luft ins Hausinnere einströmt.

Thermografische Bildaufnahmen werden unter normalen Druckbedingungen aufgenommen und so die kritischen Punkte des Wärmeflusses herausgefiltert. Bei einer weiteren thermografischen Untersuchung unter Unterdruck werden aus Luftfluss entstehende Temperatursenkungen des Gebäudemantels ermittelt. 

 

Künstlicher Rauch

Ebenfalls kommt eine weitere Methode zum Aufspüren von Leckagen zum Einsatz, die Anwendung vom künstlichen Rauch, der in das Gebäude eingeleitet wird. Beobachtet man die Gebäudehülle nun von außen, lässt sich leicht erkennen, wo Rauch ausströmt.


Verantwortlich für diesen Artikel ist die Zimmerei Holzbau Wolfgang Brandt.


<< zurück zum Bloganfang