Holz im Hausbau hat in Finnland wieder stark Fuß gefasst

Die Blockholzbalken waren vor dem Zweiten Weltkrieg der meist verwendete Baumaterial in Finnland - fast in allen Gebäudearten. Einfamilienhäuser, Gutshäuser, Villen, Schulen, Kirchen und Bahnhofsgebäuden wurde in der Regel in massiver Blockbauweise gebaut. Im Jahr 2013 hat nur noch jeder zehnte Bauherr ein Einfamilienhaus in Blockbauweise gebaut. Vier Jahre später bauten schon 20% der Bauherren sich ein Wohnblockhaus und 66%  der Bauherren Ihr winterfestes Ferienhaus / Zweitwohnhaus in massiver Blockbauweise.

Die Entwicklung von industriellen Produktion zusammen mit moderner Architektur hat gezeigt, dass der massive Blockhausbau gute Zukunft hat. Es sieht so aus, dass man nach Irrwegen in den letzten Jahrzehnten wieder zu der ökologischen Bauweise und Konsum zurückkehrt. Holz bietet eine nachhaltige Alternative zu nicht erneuerbaren Materialien sowohl in der Bau- als auch Energieindustrie.

Blockhausbau gestern und heute

In Finnland gibt es hunderte Jahre alte Blockhäuser, die mit sehr einfachen Werkzeugen zusammengezimmert wurden und weiterhin benutzt werden. Die industriell produzierten Blockbalken sind bekanntlich gleichermaßen langlebig und ökologisch, gleichzeitig aber auch sehr passgenau, technisch und wirtschaftlich sehr wettbewerbsfähig. Blockhäuser sind urgemütlich, energieeffizient und die Betriebskosten sind gering. Eine dicke, einschalige Außenwand in massiver Blockbauweise funktioniert immer. Die besten Eigenschaften der Industrial produzierten Blockbalken sind jedoch ihre Paßgenauigkeit, vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten nicht nur in verschiedenen Gebäudearten, sondern auch in verschiedenen Gebäudeteilen. (Video von Museovirasto: Traditional Finnish Log House Building Process)

Viele Holzhäuser in Finnland sind massive Blockhäuser

Einfamilienhäuser, Schulen, Saunen, Gewerbebauten, Kirchen, Kindergärten, Blockhaushotels, ganzjährig wohnbare Ferienhäuser und Zweitwohnhäuser usw. Die für die Blockhäuser spezialisierte Holzindustrie produziert für die Häuser alle Bauteile. Dutzende von Ländern auf der ganzen Welt kaufen finnische Blockhäuser! Etwa die Hälfte des Umsatzes der finnischen Blockhausindustrie stammt aus dem Export. 

Die größten Hersteller haben sich hauptsächlich für die Wohnhäuser und anspruchsvollen Zweitwohnhäuser und Gewerbebauten spezialisiert.

Die kleinsten Unternehmen der holzverarbeitenden Industrie produzieren  Bausätze mit dünnen Bohlen als minderwertige Massenware, hauptsächlich für Blockbohlen-Ferienhäuser und Nebengebäude aller Art.

Die Wand atmet?

Es wird oft erzählt, dass die Wände der Blockhäuser atmen. Die Blockbalkenwände der industriell  produzierten Blockhäuser sind aber dicht und verlieren keine Luft. Die Holzhäuser im echter Blockbauweise durch passgenaue Blockbalken und Verbindungen erfüllen mühelos die hohen Anforderungen für die dichten Konstruktionen der Gebäude.

Mit "Atmen" der Holzwände bezeichnet man nur die Regulierung der Feuchtigkeit und Temperatur in der Raumluft. Jeder, der in einem Massivholzhaus übernachtet hat, kann das Feuchtigkeit- und Temperaturgleichgewicht spüren. Die Blockwand kann Feuchtigkeit speichern und transportieren. Die Sonnenstrahlung wärmt tagsüber das Äußere der Außenwand des Hauses und speichert Wärme, die wiederum in kälteren Nächten genutzt wird. 

Die in den letzten Jahren durchgeführten Studien zeigen, dass industriell produzierte massive Blockhäuser mindestens gleich gut wie ein Holzfertig- oder Steinhäuser sind. Wohngesundheit, Atmung, gutes Raumklima und Ökologie sind besonders mit dem massiven Blockhausbau verbunden, hat viel langlebiges Holz und fungiert auch als Kohlenstoffsenke.

Der Vorteil einer dicken, einschaligen Blockwand ist sowohl in seiner Außenwand als auch in seiner sicheren bauphysikalischen Funktionalität im Vergleich zu den mehrschichtigen Wandaufbau.  Dieses Niveau im Vergleich erreichen die mehrschichtigen Wandaufbauten mit wenig Holz nicht.


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