Baunebenkosten im Überblick

Die Baunebenkosten variieren nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern auch von Region zu Region. Die anfallenden Baunebenkosten werden von den Bauherren häufig blauäugig stark untersetzt. Damit die zukünftigen Bauherren und Interessierten darüber mal einen realistischen Überblick haben, stellen wir die ungefähren Richtwerte  der Baunebenkosten zur Verfügung. Dabei ist zu beachten, dass dies eine von uns erstellte Liste nicht verbindlich ist oder 100%ig auf alle Bauvorhaben übertragbar ist.  

 

Nebenkosten beim Grundstückskauf

  1. Makler: Maklerprovision für die Grundstückssuche 3,5-7,14% vom Kaufpreis 
  2. Grundbuchamt und Notar:  Grundbucheintrag + Notarkosten  ca. 1,5-2% vom Kaufpreis
  3. Finanzamt: Kosten für die Grunderwerbssteuer 3,5–6,5 % vom Kaufpreis des Grundstücks, je nach Bundesland. Grundstückspreis x Steuersatz = zu zahlende Grunderwerbssteuer.
Grundstück auf einem Neuaugebiet

Baunebenkosten für die Bauvorbereitung im Überblick

  1. Planungskosten für Architekt (HOAI)
  2. Zuständige Bauaufsichtsbehörde: Baugenehmigung 0,2–0,7 % der Bausumme, je nach Bundesland 
  3. Rechtsanwalt: Bauvertragsprüfung ab 250 € aufwärts 
  4. Freiberufliche Prüfstatiker oder Bauamt: Prüfstatiker 1.500–2.500 € 
  5. Grundstückfreimachung
  6. Katasteramt, Vermessungsingenieur: Kosten für die Vermessung ca. 2.600 €
  7. Sachverständiger für Geotechnik: Bodengutachten oder Baugrundachten 1000–3.000 €. Die Kosten des Bodengutachtens ist abhängig von der Anzahl der Probebohrungen. 
  8. Altlasten: Den Boden austauschen zu lassen kostet viel Geld. Die Kosten richten sich nach  der Art der Altlasten im Boden. 
  9. Abriss von Altbauten 60–200 € pro m²  und Bauabfallentsorgung
  10. Die Beräumung des Grundstücks vor Beginn der Bauarbeiten 
  11. Baumfällung 10–50 € pro m Baumhöhe und Fällgenehmigung ca. 50,- Euro
  12. Baumreste und Wurzel (Wegfräsen der Stubben) entsorgen, Ersatzpflanzungen 
  13. Baustraße ab 12 € pro m² .  Die Kosten sind stak abhängig vom Baugrund und beauftragten Unternehmen
  14. Bauwasser und Baustrom 450–1.000 €. Beauftragtes Unternehmen
  15. Aushub für Keller- oder Bodenplatte 3,50–100 € pro m³, je nach Bodenklasse. Beauftragtes Unternehmen
  16. Kosten für zusätzliche Erdarbeiten, wenn mehr Boden getauscht oder Granitschicht gesprengt werden muss.
  17. Abfuhr von angefallenem Erdreich 9–17 € pro m³ Beauftragtes Unternehmen
  18. Baukran fürs Entladen und Montage. Die Kosten  sind  sehr stark abhängig von der Größe und Bauweise des Hauses.
  19. Erschließungskosten und Hausanschlüsse (Gas- sowie Frisch- und Abwasseranschluss, gegebenenfalls Mehrkosten für Abwasserpumpwerk oder Grube) Strom, Telefon/Internet, Kabelfernsehen) 10.000–20.000 € . 
  20. In Neubaugebieten können weitere erhebliche Kosten für den Bau von Straße, Bürgersteig mit Straßenbeleuchtung und Kinderspielplätze  anfallen.

Baunebenkosten während der Bauarbeiten

  1. Versicherungsgesellschaft: Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungsversicherung, Bauhelfer- und Feuer-Rohbauversicherung  500–1.100 €
  2. Architekt: Honorarverordnung (HOAI) für Architekten und Kosten für Projektleitung 10–15 % der Baukosten
  3. Kreditgebende Bank des Bauherrn: Bauzeitzinsen 1.000–2.000 € 
  4. Baubegleitung und Baugutachten:  ca. 2.500 €
  5. Innenausbau: Küche, Teppiche, Bodenbeläge, Malerarbeiten, Kamin können mehrere zehntausend Euro, je nach Material und Ausstattung verschlingen. 

Baunebenkosten nach der Fertigstellung des Hauses

  1. Außenanlagen: (Terrasse, Wege, Carport, Garage, Grünanlagen) 10.000 – 30.000€   je nach Grundstücksgröße, Eigenleistung und Ausstattung verschlingen.  

Weiter zum

Teil 1: Aufgaben vom Architekt und HOAI 

Teil 2: Unterlagen für Bauantrag

 

Garten ist fertig - Foto Pixabay
Garten ist fertig - Foto Pixabay

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