Glossar

Blockhaus als Wohnhaus
Blockhaus als Wohnhaus

 

Stand  13.06.2018

 

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Abnahme


Architekt

Der Architekt ist der Berater des Bauherrn und für die technische, funktionale, gestalterische und wirtschaftliche Planung eines Gebäudes zuständig. 

Zu den Aufgaben des Architekten gehören:

  1. Grundlagenermittlung
  2. Vorplanung
  3. Entwurfsplanung
    • der Architekt erstellt begrenzte Anzahl Entwürfe nach den individuellen Wünschen des Bauherrn wie auch den Möglichkeiten, die das Grundstück, Bebauungsplan / Bauvoranfrage und  der Baubestand bietet.
  4. Genehmigungsplanung 
  5. Ausführungsplanung
  6. Ausschreibung 
  7. Vergabe der Leistungen
  8. Bauüberwachung 
  9. Objekt-Betreuung  und Dokumentation

Ausbauhaus, Mitbauhaus

Bei einem Ausbauhaus wird nur die Gebäudehülle des Hauses wetterfest erstellt. Bei einem Ausbauhaus muss der Lieferumfang der Ausstattungspakete festgelegt werden. Die Gebäudehülle besteht  in der Regel nur aus den Wänden, dem Dach, der Fenster und der Eingangstür. Je nach Vereinbarung können noch weitere Komponenten wie Elektro, Sanitär und Heizung zum Ausbauhaus dazugehören. Der Innenausbau  wird vom Bauherren ganz oder teilweise selbst vorgenommen.  


Bauantrag

Die erforderlichen Unterlagen und Nachweise für den Bauantrag können von Bundesland zu Bundesland und von Region zu Region variieren. Der Bauantrag muss von einer bauvorlageberechtigten Person angefertigt und eingereicht werden. 

Unterlagen für Bauantrag

  1. Antragsformular je nach Bauamt
  2. Amtlicher und objektbezogener Lageplan (Vermessungs- und Katasteramt)
  3. Auszug aus dem Liegenschaftskataster  (Vermessungs- und Katasteramt)
  4. Bauzeichnungen, Maßstab 1:100 (Bauvorlageberechtigter im Blockhausbau erfahrener Architekt, Ingenieur, Bautechniker oder bestimmte Handwerksmeister)
    1. Grundrisse aller Geschosse  und des nutzbaren Dachraums
    2. Schnitte mit den Geschosshöhen und lichten Raumhöhen, ggf. Treppen und Rampen. Anschnitt des vorhandenen und des künftigen Geländes. Äußerst wichtig ist, dass die Fundamentoberkante des Blockhauses (technischer Holzschutz) deutlich höher liegt als das künftige Gelände.
    3. Ansichtspläne
  5. Berechnung Wohn- und Nutzfläche
  6. Statische Berechnungen, Nachweise zur Standsicherheit (im Blockhausbau erfahrener Statiker)
  7. Angaben und Nachweise zur Wärme- und Schallschutz
  8. Baubeschreibung
  9. Planunterlagen mit Nutzungsangaben
  10. Vollmachten wie Zustimmungserklärungen der im Liegenschaftskataster angegebenen Nachbarn
  11. Fotos des Baugrundstücks
  12. Zeichnungen für Entwässerung und Wasserversorgung
  13. Betriebsbeshreibung, wenn es sich um ein gewerblich genutztes Bauwerk handelt.

Die Kosten der Anfertigung von Unterlagen für den Bauantrag

10 - 15 % der Netto-Bausumme nach HOAI ohne Baunebenkosten  je nach dem Leistungsumfang und Bundesland. Die Kosten entstehen auch bei abgelehnten Bauanträgen.

 

Die Gebühren für die Baugenehmigung durch die Behörden

Gebühren entstehen auch bei abgelehnten Bauanträgen. Der offizielle Formel der Behörde: Bauwert = €/m³umbauter Raum in m³. Gebühren =  Bauwert x 1 %.

 

Die erste grobe Abschätzung als schnelle Orientierung, wenn das Einfamilienhaus zu einem Preis von  400.000 € ohne Baunebenkosten gebaut wird:  400.000 € x 0,5 % = 2000€. 


Bebauungsplan

Die Bebauungspläne enthalten verbindliche Festsetzungen und bestimmen, wie Ihr Grundstück bebaut werden kann. 


Bau-Berufsgenossenschaft - Bauarbeiter und Helfer

Alle Personen, die auf einer Baustelle tätig sind, müssen bei der Bauberufsgenossenschaft angemeldet werden,  auch ehrenamtliche Helfer, Freunde und Nachbarn, die bei der Errichtung eines Gebäudes helfen. Die Berufsgenossenschaft deckt das Unfallrisiko ab für Unfälle auf der Baustelle und bei der Anfahrt bzw. Rückfahrt zu bzw. von der Baustelle. 


Bauvorantrag,  Bauvorbescheid

eine vorgezogene verbindliche Entscheidung der Baugenehmigungsbehörde. Wenn ein Grundstück ohne Bebauungsplan ist, ist eine Bauvoranfrage vor Grundstückskauf immer empfehlenswert. Eine Bauvoranfrage kann durch jeden Verbraucher in Schriftform beim zuständigen Bauordnungsamt oder der Bauaufsichtsbehörde erfolgen. 


Baugenehmigung

ist eine schriftliche Bestätigung der zuständigen Baubehörde, dass das Bauvorhaben des Bauherrn vor dem Hintergrund rechtlicher Vorschriften als unbedenklich anzusehen ist. 

Grundlage für alle 16 Landesbauordnungen ist die  MBO  § 72 Musterbauordnung, Stand 13.05.2016. 


Baugrundstück


Bauleiter

auch ein im Blockhausbau erfahrener Bauleiter kann statt Architekt die Bauüberwachung durchführen.  Der Person, der die Bauleitung und Bauüberwachung eines Blockhauses übernimmt, muss fachlich qualifiziert sein. Er muss Baufehler oder mangelhafte Ausführungen der Montageleistungen von Handwerkern und Bauherren rechtzeitig und sicher erkennen. Ein Bauleiter sollte auf jeden Fall eine Haftpflichtversicherung besitzen, in der Sach- und Personenschäden ausreichend mitversichert sind. 


Baunebenkosten"versteckte teils schwer absetzbare Kosten beim Hausbau”

 

Baunebenkosten sind die Kosten die beim Hausbau neben dem Kaufpreis des Grundstück und den eigentlichen Baukosten fürs Gebäude anfallen.

Ein Haus zu bauen braucht unabhängig von der Bauweise einiges an Planung und sollte nicht blauäugig begonnen werden. Durch individuelle Planungen, regionale Unterschiede und Grundstücksgegebenheiten kann es zu erheblich abweihenden Kosten kommen. 

 

Nebenkosten beim Grundstückskauf

  1. Makler: Maklerprovision für die Grundstückssuche 3,5-7% vom Kaufpreis 
  2. Grundbuchamt und Notar:  Grundbucheintrag + Notarkosten  ca. 1,5-2% vom Kaufpreis
  3. Finanzamt: Kosten für die Grunderwerbssteuer 3,5–6,5 % vom Kaufpreis des Grundstücks, je nach Bundesland.

Mögliche Baunebenkosten für die Bauvorbereitung im Überblick

  1. Planungskosten für Architekt (HOAI)
  2. Zuständige Bauaufsichtsbehörde: Baugenehmigung 0,2–0,7 % der Bausumme, je nach Bundesland 
  3. Rechtsanwalt: Bauvertragsprüfung ab 250 € aufwärts
  4. Freiberufliche Prüfstatiker oder Bauamt: Prüfstatiker 1.500–2.500 € 
  5. Grundstückfreimachung
  6. Katasteramt, Vermessungsingenieur: Kosten für die Vermessung ca. 2.500 €
  7. Sachverständiger für Geotechnik: Bodengutachten oder Baugrundachten 1000–3.000 €. Die Kosten des Bodengutachtens ist abhängig von der Anzahl der Probebohrungen. 
  8. Abriss von Altbauten 60–200 € pro m² Beauftragtes Unternehmen
  9. Die Beräumung des Grundstücks vor Beginn der Bauarbeiten
  10. Baumfällung 10–50 € pro m Baumhöhe und Fällgenehmigung ca. 50,- Euro
  11. Baumreste und Wurzel (Wegfräsen der Stubben) entsorgen, Ersatzpflanzungen 
  12. Baustraße ab 12 € pro m². Die Kosten sind stak abhängig vom Baugrund und beauftragten Unternehmen
  13. Bauwasser und Baustrom 450–1.000 € Beauftragtes Unternehmen
  14. Aushub für Keller- oder Bodenplatte 3,50–100 € pro m³, je nach Bodenklasse Beauftragtes Unternehmen
  15. Kosten für zusätzliche Erdarbeiten, wenn mehr Boden getauscht oder Granitschicht gesprengt werden muss.
  16. Abfuhr von angefallenem Erdreich 9–17 € pro m³ Beauftragtes Unternehmen
  17. Baukran fürs Entladen und Montage. Die Kosten  sind  sehr stark abhängig von der Größe und Bauweise des Hauses.
  18. Erschließungskosten und Hausanschlüsse (Gas- sowie Frisch- und Abwasseranschluss, gegebenenfalls Mehrkosten für Abwasserpumpwerk oder Grube) Strom, Telefon/Internet, Kabelfernsehen) 10.000–20.000 € . 
  19. In Neubaugebieten können weitere erhebliche Kosten für den Bau von Straße, Bürgersteig mit Straßenbeleuchtung und Kinderspielplätze  anfallen.

Baunebenkosten während der Bauarbeiten

  1. Versicherungsgesellschaft: Bauherrenhaftpflicht, Bauleistungsversicherung, Bauhelfer- und Feuer-Rohbauversicherung  500–1.100 €
  2. Architekt: Honorarverordnung (HOAI) für Architekten und Kosten für Projektleitung 10–15 % der Baukosten
  3. Kreditgebende Bank des Bauherrn: Bauzeitzinsen 1.000–2.000 € 
  4. Baubegleitung und Baugutachten:  ca. 2.500 €
  5. Innenausbau: Küche, Teppiche, Bodenbeläge, Malerarbeiten, Kamin können mehrere zehntausend Euro, je nach Material und Ausstattung verschlingen. 

Baunebenkosten nach der Fertigstellung des Hauses

  1. Außenanlagen: Terrasse, Wege, Carport/Garage, Grünanlagen) 10.000–30.000€   je nach Grundstücksgröße, Eigenleistung und Ausstattung verschlingen.

Bodengutachten, Baugrundachten, Geotechnischer Bericht

  1. Die Feststellung der Bodenarten
  2. Feststellung der Bodenklassen (Kosten des Aushubs)
  3. Bodenbelastungen (evtl. Entsorgung von Altlasten)
  4. Tragfähigkeit (Statik, erforderliche Gründung)
  5. Regenwasserversickerung möglich?
  6. Drainage notwendig?
  7. Grundwasserverhältnisse (benötigte Kellerabdichtung)


Eigenleistungen, Kosten, Risiken

Vermeiden Sie Haftungsrisiken durch fehlerhafte Eigenleistung. Aus Sicherheitsgründen soll der Bauherr von allen Arbeiten an der Statik, sowie an den Anschlüssen und Leitungen für Strom und Wasser dem Fachmann überlassen. Bei  Elektro- oder Gas- und Wasser-Installationen können Sie nur sparen, wenn Sie selbst aus dem Bereich kommen.


EnEV (Energieeinsparverordnung)

EnEG (Energieeinsparungsgesetz)


Flächennutzungsplan 


Flurkarte, Katasterkarte, Liegenschaftskarte 

stellt alle Grundstücke und Gebäude eines Gebiets dar und beinhaltet folgende Informationen

  1. Blattrahmen mit Flurnummer, Bezeichnung der Gemarkung, Maßstab und Herkunft
  2. Flurstücke, inkl. der Begrenzung und ihren Flurstücksnummern
  3. Gemeinde- und Gemarkungsgrenzen
  4. Gebäude, inkl. der Nutzungsart und der jeweiligen Nummer
  5. Nutzungsart des Bodens

Fundament


Grundbuch

Abteilung 1 

Abteilung 2

Grunddienstbarkeit:

Nießbrauch und Wohnrecht: 

Vorkaufsrecht:

Erbbaurecht:  

Auflassungsvormerkung: 

Nacherbenvermerk.

Sanierungsvermerk 

Abteilung 3 

Grundpfandrechte 


HOAI  (Fassung 2013)

Gebührenordnung der Architekten und Ingenieure. Honorarverordnung (HOAI) für Architekten und Kosten für Projektleitung 10–15 % der Netto-Baukosten je nach der einzelnen Leistungsphasen:

  1. Grundlagenermittlung 2%
  2. Vorplanung 7%
  3. Entwurfsplanung 15 %
  4. Genehmigungsplanung 3%
  5. Ausführungsplanung 25 %
  6. Vorbereitung der Vergabe 10%
  7. Mitwirkung bei der Vergabe 4%
  8. Bauüberwachung 32%
  9. Objekt-Betreung  und Dokumentation 2%

Zuzüglich Nebenkosten in Höhe von 3 bis 5 Prozent des Honorars für die Vervielfältigung von Plänen, für Telefonate und Fahrtkosten. 


Holzschutz - technischer Holzschutz


Kostenvoranschlag

Im Unterschied zu einem Angebot ist ein Kostenvoranschlag eine Schätzung und normalerweise unverbindlich und somit können die tatsächlichen Kosten von der Schätzung abweichen und höher ausfallen.


Lageplan  

Ein amtlicher Lageplan wird vom öffentlich bestellten Vermessungsingenieur individuell und aktuell für ein bestimmtes Baugrundstück gefertigt.

Die örtlichen Gegebenheiten des Grundstücks müssen durch einen Messtrupp aufgemessen werden. Lageplan umfasst Eigentümer- und Grundbuchangaben, Geländehöhen, die vorhandene Bebauung einschließlich der First- und Traufhöhen, Bäume, befestigte Flächen, Festsetzungen des Bebauungsplans und vieles andere mehr. 


Landschaftsplan

Muskelhypothek

PEFC-Zertifikat

Radon


Rohbauhaus in Blockbauweise

Das Rohbauhaus ist eine magere Variante des Ausbauhauses. Der Hersteller liefert den Blockbalkenskelet ohne Dacheindeckung. Um die weitere Fertigstellung  und Baumaterialien  ( wie Fenster, Türen, Innenausbau) samt aller sonstigen Einbauten kümmert sich dann der Bauherr selbst. Diese Variante ist nur für im Blockhausbau erfahrenen Handwerker und einen Bauherrn mit viel Zeit geeignet.


Schneelastzone

Schneelastzonen in Deutschland - Urheber Störfix
Schneelastzonen in Deutschland - Urheber Störfix

In Deutschland gibt es fünf Schneelastzonen:  1, 1a, 2, 2a und 3. Die Schneelastzone 1 entspricht dabei der geringsten und Schneelastzone 3 der höchsten Stufe. 

 

Beispiele:

  • 1 (z. B. Köln, 51 m üNN)
  • 1a (z. B. Regensburg, 350 m üNN)
  • 2 (z. B. Leipzig  119 m üNN,  Freiburg im Breisgau 280 m üNN) 
  • 2a  (z. B. Stuttgart, 340 m üNN)
  • 3 (z. B. Garmisch-Partenkirchen, 700 m üNN). 

Karte mit Schneelastzonen. Urheber: 

Störfix, Schneelastzonenkarte, CC BY 2.5

 

Tragwerksplanung eines Hauses - Schneelast - Standort

Bei der Tragwerksplanung eines Hauses muss immer die Schneelast und die Höhe der Standort  in Betracht gezogen werden. Für einige Regionen gibt  es wegen des hohen Niederschlags  besondere Schneelasten. Größe und Verteilung der Schneelast kann auch durch die Windverhältnisse beeinflusst werden.

 

Neben der Schneelastzone sind unter anderem die Geländehöhe am jeweiligen Standort und die Gebäudegeometrie weitere maßgebliche Parameter, welche die Schneelast für den Tragwerksplaner bestimmen.

  

Mit in die Berechnungen der Statik muss die Dachneigung des Hauses mit einfließen. Je steiler ein Dach ist, desto weniger Schnee kann sich auf dem Dach ansammeln. Bei einem Flachdach muss mit einer höheren Schneelast gerechnet werden als bei einem steilen Sattel- oder Pultdach, da der Schnee nicht abrutschen kann.

  

Tipp! Satteldach statt Flachdach

In den Regionen mit hoher Schneelast sollte man von flachen Dächern absehen. Viele Bauherren haben schlechte Erfahrungen mit dem Flachdach gemacht und nachträglich es mit einem Satteldach ersetzt.

 

Solaranlagen und sonstige Bautem auf dem Dach

Falls die Aufstellung einer solarthermischen Anlage in dem geplanten Objekt vorgesehen ist, soll eine genaue Ermittlung der statischen und dynamischen Zusatzlasten erfolgen.

 

Häuser mit Solaranlagen sollten unbedingt mit Schneefangsystemen ausgestattet werden.  Auf den glatten Solarmodulen kommt auftauender Schnee sehr leicht und schnell ins Rutschen.  

 

Schneearten und Gewicht 

Schnee ist nicht gleich Schnee. Gewichte der unterschiedlichen Schneearten unterscheiden sich stark:

  • Trockener Pulverschnee 30 bis 50 kg/m³
  • Neuschnee 50 bis 100 kg/m³
  • Feuchter Neuschnee 100 bis 200 kg/m³
  • Trockener Altschnee 200 bis 400 kg/m³
  • Feuchter Altschnee 300 bis 500 kg/m³
  • Firnschnee 500 bis 800 kg/m³ (Firnschnee hat mindestens eine Abtauperiode überstanden.) 

Räumung von Dächern wegen Wetterkapriolen - Wetterwarnungen

Vom Deutschen Wetterdienst wird der Bevölkerung in der Regel rechtzeitig Warnungen vor starken Schneefällen oder -verwehungen über Rundfunk, Fernsehen, Internet  und Presse bekanntgegeben.

Trotz sorgfältige Planung und Errichten der Konstruktionen eines Hauses nach regionalen Vorgaben, kann es vorkommen, dass die Dächer durch Eigentümer vorsorglich vom Schnee geräumt werden müssen.  

 

Das Fazit

Die Statik des Hauses ist stets als Ganzes zu betrachten. Es nützt  den Bauherrn nichts, wenn das Dach stabil ist, aber die Bauteile darunter einknicken, weil sie für die Schneelast oder den geplanten Solaranlage nicht ausgelegt sind. Eine hohe Schneelast und die von Bauherren vorgegebene ungünstige Gebäudegeometrie für ein Wohnblockhaus beeinflussen häufig stark die Baukosten.

 

Normen in Deutschland, der Schweiz und Österreich

In Deutschland die DIN EN 1991-1-3 (2010-12) und zugehöriger nationaler Anhang.

In Österreich die ÖNORM B 1991-1-3:2006-04-01

In der Schweiz ist die SIA 261:2003 anzuwenden.

Der deutschen und österreichischen Neuregelung der Schneelasten liegt die europäische Norm EN 1991-1-3 zugrunde.

 


Statiker

befasst sich mit mit den Tragfähigkeitsberechnungen für die Häuser aller Art. Meist haben die Blockhausanbieter eigene im Blockhausbau erfahrene Fachplaner. Dies gilt auch für weitere Fachplaner zum Beispiel für die Haustechnik.

Der Statiker und andere Fachplaner müssen sich mit den speziellen Anforderungen der unterschiedlichsten Blockhauskonstruktionen auskennen.  


Stundenlohn im Handwerk 

Wie Handwerksfirmen den Stundenlohn kalkulieren?

 

Mindestlohn ist nicht identisch mit den Kosten der Handwerkerstunde.

Kosten einer Handwerkerstunde - der Stundenverrechnungssatz des Handwerkers setzt sich  zusammen aus

den Lohnzusatzkosten (ca. 26%),

    • Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung (Arbeitslosen-, Renten-, Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung)
    • Weihnachtsgeld
    • vermögenswirksame Leistungen
    • bezahlte Urlaubstage, Krankheitstage und Feiertage

den Gemeinkosten (ca. 39 %),

    • Miete und sonstige Raumkosten
    • Fahrzeugkosten
    • Steuern, Versicherungen, Beiträge
    • Rechts- und Beratungskosten
    • Kalkulationskosten
    • Reparaturen, Wartung
    • Verwaltungskosten
    • Zinsen
    • Abschreibungen

und dem Bruttostundenlohn (ca.30%).

 

Je nach Region und Auftragslage erzielt ein gesundes Unternehmen  ca. 3  bis 5% Gewinn.

 

Bei seriöser Berechnung  beträgt der Handwerkerstunde je nach Branche  ab 40 bis 70 € + jeweils gültiger MwSt. (zur Zeit 19 %)

 

Der Bauherr sollte immer zu geringe unrealistische Kosten einer Handwerkerstunde als Warnzeichen von Schwarzarbeit oder Insolvenz betrachten.


Urheberrecht


Versicherungen rund um das Eigenheim 

Wohngebäudeversicherung

umfasst Feuerversicherung (einschl. Blitzschlag), Sturm­versicherung (einschl. Hagel) und Leitungswasser­versicherung.  

 

In einer Wohngebäudeversicherung sind im Schadensfall folgende Bereiche laut Versicherungsschein des Hauses mitversichert: Hauptgebäude und Nebengebäude, Geräteschuppen und Gartenhäuser, Carports und Garagen. 

 

Ersetzt werden nur Schäden am Gebäude selbst und an fest verbauten Teilen wie Einbauküche und andere Wohngebäudebestandteile ( Markisen, Satellitenanlagen, Alarmanlagen und Empfangsantennen).  Schäden am Grundstück sind in der Regel nicht enthalten. 

 

Die Rohbau-Feuerversicherung ist oft Teil der Wohngebäudeversicherung und in der Bauphase kostenlos.

 

Ein Eigenheimbesitzer muss keine Wohngebäudeversicherung abschließen, aber sollte vom jeden Hausbesitzer abgeschlossen werden. Achten Sie  immer auf eine ausreichende Deckungssumme. Denken Sie daran, dass diese bei An- oder Umbauten angepasst werden muss, um eine Unterversicherung zu vermeiden.

 

Elementarversicherung

Die freiwillige Elementarversicherung ist eine sinnvolle Ergänzung zur Gebäudeversicherung und Hausratversicherung.

Als Elementarschäden gelten durch die außerordentlichen Naturgefahren verursachte Schäden an Gebäuden. Als Elementarschäden gelten meistens Schäden durch Überschwemmung, Hochwasser, Tornado, Waldbrände/Blitz, Starkregen, Erdbeben, Erdrutsch (Felssturz, Steinschlag), Sturm, Hagel, Lavinen, Schneedruck und  Vulkanausbrüche.

Elementarschäden sind in Deutschland (Bundesländer). Österreich und in der Schweiz (Kantonen) unterschiedlich definiert. 

Die Höhe der Elementarversicherung  in Deutschland wird  nach den Überschwemmungsgebieten und vier Gefahrenzonen ermittelt.

 

Hausratversicherung

deckt  in der Regel Schäden an Ihrem beweglichen Besitz durch Feuer, Verpuffung, Leitungswasser, Sturm, Überspannungsschäden durch Blitz oder Blitzschlag, Einbruch und Raub.  Hausratversicherung lohnt sich, wenn Sie nicht auf einen Schlag die notwendigen Gegenstände im Schadensfall  in Ihrem Haushalt neu anschaffen können.

 


Versicherungen rund um das Hausbau

Bauleistungsversicherung, Bauwesenversicherung

Die Bauleistungsversicherung deckt Schäden ab, die am Roh- oder Neubau durch höhere Gewalt wie Hochwasser oder Unwetterschäden, durch Konstruktions-, Material- oder Ausführungsfehler entstehen. Ferner sind der Diebstahl bereits eingebauter Sachen oder mutwillige Beschädigung durch Unbekannte ebenfalls versichert. Versichert ist der Wert der Bauleistungen.

Gegen Pfusch am Bau hilft diese Versicherung jedoch nicht. Schäden die durch normale Witterung wie Frost entstehen, sind  nicht abgesichert. 

Wegen  häufiger Bedrohungen durch Wetterkapriolen ist diese Versicherung sehr empfehlenswert!

 

Bauherrenhaftpflicht

Die meisten Versicherer bieten sie mit einer Laufzeit von zwei Jahren an. Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung sollte jeder Bauherr schon vor Baubeginn für die gesamte Bauzeit abschließen. Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung leistet Schadenersatz für alle Sach- und Personenschäden, die vom Bau und Baugrundstück ausgehen und der Dritte durch das Bauvorhaben zu Schaden kommt. Zum  Beispiel, wenn das Eigentum  eines Anwohners beschädigt wird.

 

Achtung! Ein Bauschild mit der Aufschrift, dass das Betreten der Baustelle verboten ist, und dass Eltern für ihre Kinder haftbar gemacht werden, befreit den Bauherrn  nicht, wenn es zum Schadensfall kommt.

 

Ist der Bauherr nicht versichert, steht er in der Verantwortung und muss in unbegrenzter Höhe für den Schaden aufkommen. Der Versicherungsschutz ist auch nicht gewährleistet, wenn der Bauherr die Planung seines Hauses und die Bauleitung selbst durchführt. Eigenleistungen bei der Ausführung werden bei Bauherrenhaftpflichtversicherungen nicht mitversichert.

 

Baufertigstellungsversicherung  

zum Schutz bei Konkurs und Insolvenz der Baufirma. 

Das kostengünstigste Angebot klingt erst einmal gut, aber was passiert, wenn der Auftragnehmer seine Leistungen nicht bis zu Ende ausführen kann. Die Baufirma hat zu billig kalkuliert oder ist schon durch andere Projekte oder ausstehende Zahlungen in Schieflage geraten. Die Baufertigstellungsversicherung greift dann ein, wenn der Baupartner Konkurs oder Insolvenz anmelden muss. Die Baufertigstellungsversicherung kommt  für Mehrkosten auf, die durch die Beauftragung anderer Firmen entstehen können. Kann das Unternehmen eine Fertigstellungsbürgschaft seiner Bank vorweisen, ist diese Police unnötig.

 

Restschuldversicherung, Lebensversicherung 

mit  Restschuldversicherung  meint  man meistens eine Art Lebensversicherung. Mit dieser Versicherung wird  nur die Restschuld im Todesfall ausgezahlt. Eine ausreichend hohe normale Lebensversicherung erfüllt den gleichen Zweck beim Todesfall. 

Feuer-Rohbauversicherung

Oft  schließt die Gebäudeversicherung eine Feuerrohbauversicherung mit ein. 

Während des Hausbaus schützt Feuer-Rohbauversicherung den Rohbau - also das noch nicht fertige Gebäude - vor Bränden und Feuer. Ursache für Feuerschäden können Brandstiftung, Blitzschlag, Kurzschluss oder defekte Leitungen sein.

Eine Feuerrohbauversicherung deckt Schäden durch Rauchentwicklung oder Löschwasser oder Folgeschäden in ganzen Bauteilen ab,  die erneuert werden müssen.

Die Rohbau-Feuerversicherung ist meistens Teil der Wohngebäudeversicherung und in der Bauphase kostenlos.

 


Bauhelferversicherung - Gesetzliche und private Versicherungen 

Versicherung für Bauhelfer - Bauhelferversicherung

Die Bauhelferversicherung schafft Sicherheit für alle helfenden Freunde, Familienangehörige und Bekannte als Bauhelfer auf der Baustelle.  

 

Die gesetzliche Pflichtversicherung für Bauhelfer

Zur Anmeldung bei der BG Bau ist eine strenge Frist von einer Woche nach Baubeginn zu beachten. Für die Bauhelfer (mithelfende Familienangehörige,  Verwandte, Freunde, Nachbarn, Kollegen) gilt durch die Meldepflicht bei der Berufsgenossenschaft Bau (BauBG) so, dass alle Bauhelfer erst einmal versichert sind, aber nur Hilfseinsätzen bis zu 40 Stunden. 

Die Nichtanmeldung kann mit einem hohen Ordnungsgeld bestraft werden.

 

Die private Bauhelferversicherung

Die Versicherungssumme der gesetzlichen Pflichtversicherung  ist sehr eingeschränkt. Es sollte  eine zusätzliche private Bauhelferversicherung vor Baubeginn  abgeschlossen werden. die im Fall eines Unfalls eines Bauhelfers die finanziellen Folgeschäden abdeckt.

 

Der Bauherr soll für einen ausreichenden Unfallversicherungsschutz seiner Helfer sorgen. Schaden an angemieteten Sachen wie Maschinen oder Unfälle, die Nachbarn oder Freunde bei der Hilfe am Bau erleiden, sind nicht durch Bauherrenhaftpflichtversicherung  versichert!  Diese sind nur durch eine Privathaftplichtversichung gedeckt.

 

Beim Hausbau mithelfenden Bauherren und  deren Ehepartner sollten sich zusätzlich mit einer Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung privat versichern.